Der Titel der Promotion lautet: „Nachhaltigkeit als Komplexitätsfalle – Grundmuster eines politischen Diskurses zwischen Hoffnung und Enttäuschung“. Sie ist in der Schriftenreihe der Universtiät Münster erschienen und kann beim MV-Verlag bestellt werden (Buch bestellen) oder freizugänglich auf dem Publikationsserver der Universtität Münster gelesen werden (MIAMI Publikationsserver).

Druckausgabe

Druckausgabe der Studie beim MV Verlag

Kurzzusammenfassung

Eine Studie zu Nachhaltigkeit begibt sich immer in ein spannendes und herausforderndes Forschungsfeld, das eine unerschöpfliche Fülle an Studien, Akteuren, Fachgebieten, Handlungsanleitungen, politischen Dokumenten und Politikfeldern bereithält. Steffen Schwartz nähert sich Nachhaltigkeit auf eine, für den einen oder anderen Leser, ungewöhnliche Art und Weise.

Nachhaltigkeit ist ein stehender Begriff, der selten hinterfragt wird. Man ist in jedem Fall für Nachhaltigkeit, ohne immer genau umreißen zu können warum. Definitionen schaffen in diesem Diskurs kein einheitliches Verständnis. Sie verengen den Blick auf einen der facettenreichsten Diskurse unserer Zeit. In seiner Studie lenkt Schwartz den Blick der Politik- und Sozialwissenschaften von der Ausgangsfrage „Was ist Nachhaltigkeit?“ hin zu der Frage „Wie funktioniert der Nachhaltigkeitsdiskurs?“. Damit wird die umfangreiche Forschungslandschaft um einen in dieser Form neuen und bislang wenig beachteten Aspekt ergänzt.

„Diese enorme Komplexität und Widersprüchlichkeit des Diskurses kann vielfach Berührungsängste hervorrufen und sicherlich auch zu einem ungläubigen Kopfschütteln führen.“

Es geht also um den Diskurs um Nachhaltigkeit und darum, diesen auch als einen politischen Diskurs zu analysieren. Verschiedene Wirklichkeitsvorstellungen, Interessen und Ideen werden hinterfragt, in einen Kontext gesetzt, bewertet und um neue Perspektiven erweitert. Es wird ein Analyseraster entwickelt, durch welches man den Nachhaltigkeitsdiskurs und seine Funktionsweisen besser versteht. Dabei wird herausgearbeitet, warum sich Nachhaltigkeit als Komplexitätsfalle entpuppt und der Diskurs zwischen Hoffnung und Enttäuschung pendelt.